Der Verein "Beelitzer Spargel"

Der Verein "Beelitzer Spargel e.V.", der seit November 1991 besteht, begründete die Tradition des Beelitzer Spargelanbaugebietes neu. Er vereint derzeit 15 Betriebe die Spargel im Haupt- und Nebenerwerb auf ca. 940 ha anbauen. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Höfe bei pflanzenbaulichen, technischen und technologischen Fragen zu unterstützen sowie bei der Vermarktung koordinierend zu wirken. Besonders die Öffentlichkeitsarbeit, die Werbung und der Schutz des Markennamens sind sein Anliegen. Der Spargelverein spielt im öffentlichen Leben der Stadt Beelitz eine wichtige Rolle.

Das Spargelmuseum Beelitz in Schlunkendorf

Der Verein "Beelitzer Spargel e.V." baute im Beelitzer Ortsteil Schlunkendorf (Land Brandenburg, Landkreis Potsdam-Mittelmark) das einzige Spargelmuseum im norddeutschen Raum auf. Es ist seit Anfang Juni 1998 geöffnet. In einem rekonstruierten, in traditioneller Lehmbauweise errichteten Bauernhaus informieren die Ausstellung (vornehmlich Fotos und Dokumente) und gegenständliche Exponate besonders über die Geschichte des Beelitzer Spargelanbaus, Aspekte der allgemeinen Kultur- und Kunstgeschichte in Verbindung mit Spargel und über die Lebensweise der mit dem Spargel verbundenen Menschen in der Beelitzer Gegend. Es bietet sich an, bei einer Exkursion zum Spargelmuseum die tausendjährige Spargelstadt Beelitz, Spargel- und Reiterhöfe zu besuchen, längere oder kürzere Rad- bzw. Fußwanderungen in der reizvollen Umgebung zu unternehmen und einen Abstecher zum Bauernmuseum, zur lmkerei, zur Fischerei sowie zum Schloß und Park Sudermann in Blankensee zu machen. Das Spargelmuseum ist zur Spargelsaison täglich geöffnet. Außerhalb der Saison sind Terminabsprachen jederzeit möglich.

Anschrift:
Spargelmuseum
Kietz 36
14547 Beelitz OT Schlunkendorf
Telefon und Fax: (033204) 42112

 

Aus der Beelitzer Spargelgeschichte

1861
Der Glasermeister und Ackerbürger Karl Friedrich Wilhelm Herrmann baute den ersten Spargel in Beelitz feldmäßig an und begründete damit die Beelitzer Spargeltradition.
um 1870
wurde der erste "Beelitzer Spargel" auf dem Markt der Stadt verkauft.
1910
ca. 150 Spargelanbauern bewirtschafteten in der Beelitzer Region etwa 1000 Morgen (250 ha). Die Größe der Betriebe schwankte zwischen 3 und 12 Morgen. Auch einige größere Betriebe existierten. Etwa die Hälfte der bäuerlichen Nutzflächen diente dem Spargelanbau. Die Bauern erwirtschafteten in dieser Saison einen Ertrag von 15.000 Zentnern. Jeden Abend gegen sechs Uhr kamen Lastkraftwagen der Berliner Zentralmarkthalle und holten den Spargel ab. Überschüsse wurden per Luftfracht nach Schweden, Dänemark und Norwegen verschickt.
1927
Die Region Beelitz hatte mit 450 ha die größte Spargelanbaufläche im damaligen Kreis Zauch-Belzig. Das entsprach 61 % der Kreisanbaufläche und rund 5,7% der gesamten Sp
argelanbaufläche in Deutschland.
1934
Erstes Spargelfest in Beelitz. Es wurde in erster Linie für die auswärtigen Arbeitskräfte veranstaltet. Während des zweiten Weltkrieges schränkten die Behörden den Spargelanbau drastisch ein. Unter Kriegsbedingungen wurde der Spargel als nicht kalorienreich genug angesehen.
nach 1945
verkümmerten viele Anpflanzungen.
1950
erfolgte der Anbau nur noch auf 18% der früheren Fläche. Er ging bis 1953 auf 9,3% der Ursprungsfläche zurück.
1991
Der Verein "Beelitzer Spargel e.V." wurde gegründet und wieder ein Spargelmarkt in Beelitz veranstaltet.
1992
Auf 15 bis 20 ha Neuanlagen wurde Spargel geerntet, ca. 40 ha neu gepflanzt.
1993
Der Verein "Beelitzer Spargel e.V." präsentierte sich zum ersten Mal und erfolgreich im Rahmen der Internationalen Grünen Woche in Berlin.
1995
Die Spargelanbaufläche vergrößerte sich mit den Ertragsanlagen und den Neupflanzungen auf 182 ha. Auf den Feldern rund um Beelitz wurden ca. 270 t Spargel geerntet. Im Amtsbereich Beelitz bildeten sich zwei Anbauzentren heraus: das größere westlich von Beelitz in Klaistow und Busendorf, das andere östlich der Stadt in den Gemeinden Zauchwitz, Rieben und Schlunkendorf.
1997
Im historischen Festumzug zur 1000-Jahr-Feier von Beelitz war die erste Beelitzer Spargelkönigin auf einem Festwagen mit einer Spargelpyramide zu sehen.
1998
Die Spargelsaison wurde durch die neue Spargelkönigin mit einer Kutschfahrt durch das Brandenburger Tor in Berlin eröffnet. Die mitgeführte Spargelpyramide entstand aus 500 kg des edlen Gemüses.
1998
wurde um Beelitz auf etwa 385 ha Spargel angebaut. 13 Spargelbauern waren im Verein ,,Beelitzer Spargel e.V." zusammengeschlossen. Gut ein Drittel des brandenburgischen Spargels wurde in und um Beelitz gestochen. Ca. 1.200 polnische und 200 deutsche Erntehelfer waren im Einsatz.
2001
mit finanziellen Mitteln der Stadt Beelitz, des Landkreises Potsdam-Mittelmark und des Spargelvereins wird der Spargel Lehr- und Wanderpfad eingerichtet.
2004
Die Anbaufläche vergrößert sich auf ca. 940 ha.

Spargelhöfe

Beelitzer Kürbis
Trebbiner Str. 69f
14547 Beelitz OT Zauchwitz
Harald Heinrich, Spargelhof am Storchennest
Dorfstr. 25
14547 Beelitz OT Rieben
Hofladen Reesdorfer Bauern
Ausbau 1
14547 Beelitz OT Reesdorf
Jakobs-Hof Beelitz
Kähnsdorfer Weg 15
14547 Beelitz
Josef Jakobs Spargelhof
Schäpe 21
14547 Beelitz OT Schäpe
Spargel- und Erlebnishof Klaistow
Glindower Str. 28
14547 Beelitz GT Klaistow
Spargelhof Elsholz
Bahnhofsweg 2 a
14547 Beelitz OT Elsholz
Spargelhof Hugo Simianer & Söhne
In den Steegwiesen 1
14547 Beelitz OT Busendorf
Spargelhof Karl-Ludwig Syring
Trebbiner Str. 69f
14547 Beelitz OT Zauchwitz