Beelitz-Heilstätten, 16.07.2024: Seit 25 Jahren gibt es das Neurologische Fachkrankenhaus für Bewegungsstörungen/ Parkinson. In dieser Zeit hat sich das Fachkrankenhaus von einer kleinen Einrichtung zu einem Zentrum entwickelt, welches bundesweit bekannt ist und für Spezialisierung, Kompetenz und Hilfe für Betroffene steht.

Das Neurologische Fachkrankenhaus für Bewegungsstörungen/ Parkinson ist eine Spezialklinik mit Schwerpunkt auf Diagnose und Behandlung der Parkinson-Erkrankung mit modernen medikamentösen und nicht-medikamentösen Methoden.

Was damals klein am Standort Beelitz-Heilstätten anfing, entwickelte sich unter der Leitung des Chefarztes, Professor Dr. med. Georg Ebersbach, und seinem Team aus Ärzt:innen, Therapeut:innen und Pflegefachkräften zu einer Spezialklinik, welche heute bundesweit zu den führenden Zentren zur Behandlung an Parkinson erkrankter Menschen zählt. Neben der fachlichen Expertise hat sich das Klinikteam zum Ziel gesetzt, den Betroffenen während des Aufenthalts in der Klinik menschliche Zuwendung und Verständnis für die besonderen Probleme von Menschen mit Parkinson zu bieten.

Darüber hinaus bringen sich die Ärzt:innen, Therapeut:innen oder Pflegefachkräfte des Akuthauses auch mit ihrer Expertise in der Forschung ein. In zahlreichen Studien hat das Team des Parkinson-Zentrums wichtige Beiträge u. a. zu nicht-medikamentösen Therapieansätzen und neuen diagnostischen Markern geliefert.

„Neben der medizinischen Therapie, ist die aktive Beteiligung der Betroffenen eine wesentliche Voraussetzung, damit Menschen mit der Parkinson-Erkrankung ein selbstbestimmtes Leben führen können. Aus diesem Grund haben wir für Betroffene, AngehörigeTherapeut:innen und Pflegefachkräfte Angebote zur Weiterbildung und zur Erleichterung im täglichen Umgang mit der Erkrankung geschaffen. Damit Betroffene auch im heimischen Umfeld aktiv werden und bleiben, haben wir das Online-Netzwerk Bewegungsstörungen ins Leben gerufen, arbeiten eng mit Selbsthilfegruppen zusammen und haben Apps für mobile Endgeräte zur Information und Therapieunterstützung entwickelt. Auf diese Weise möchten wir das Spezialwissen, welches wir uns in den letzten 25 Jahren erarbeitet haben nutzen, um zur Weiterentwicklung von Therapie, Behandlung und Pflege für Menschen mit Parkinson über die regionalen Grenzen hinaus beizutragen,“ fasst Professor Dr. Ebersbach das breite Wirkungsfeld des Parkinsonzentrums zusammen.

„Im Sport wird man nur als Spezialist Sieger, also mit dem nötigen Anspruch an sich selbst, einer klaren Zielvorstellung, Resilienz und dem sprichwörtlichen langen Atem. Daher entwickeln wir in all unseren Kliniken langfristig unsere hohe Spezialisierung immer weiter, mit einer deutlich über die jeweilige Region, teils bundesweit ausstrahlenden Expertise. Dementsprechend wollen wir auch in Beelitz zukünftig weiter wachsen und unsere Rolle als neurologischer Leuchtturm ausbauen. Hierbei hilft uns unsere sehr zentrale Rolle in Ostdeutschland mit der exzellenten infrastrukturellen Anbindung und die zielgerichtete Ausbildung junger Menschen in unseren Akademien. Wir sind daher froh, dass wir mit dem Brandenburger Gesundheitsministerium und Ministerin Nonnemacher einen mutigen Krankenhausplaner an unserer Seite haben, der ebenfalls so langfristig und im Sinne der Gesundheitsversorgung denkt wie wir,“ fasst Dr. Matthias H. Lakotta, geschäftsführender Direktor, die Ausrichtung und die Ziele des Recura Verbunds zusammen.

„Die Kliniken Beelitz mit dem Parkinsonzentrum sind eine Erfolgsgeschichte und zeigen: Auch abseits großer Krankenhäuser gibt es in Brandenburg Spitzenmedizin. Mit ihrem breiten Angebot der neurologischen Frührehabilitation entlasten sie außerdem unsere Akutkrankenhäuser im ganzen Bundesland deutlich, indem sie Patientinnen und Patienten mit langwierigen Krankheitsverläufen übernehmen. Die aktuelle Krankenhausreform im Bund gefährdet unsere Fachkliniken besonders, der Bundestag muss das Krankenhausreform-Gesetz dringend überarbeiten und verlässliche Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Kliniken erlauben, damit sie die hohen Anforderungen der neuen Leistungsgruppen erfüllen können. Denn auch unsere hochspezialisierten Fachkrankenhäuser brauchen Planungssicherheit.“ sagt Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher, Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz.

Die Kliniken Beelitz und insbesondere das Parkinsonzentrum konnten ihre herausragende Bedeutung in der Krankenhauslandschaft des Landes Brandenburg sowie der gesamten Bundesrepublik nur durch einen gemeinsamen und konstruktiven Weg mit dem Gesundheitsministerium erreichen.

Diesen „Brandenburger Weg“ auch für die nächsten 25 Jahre weiter zu beschreiten und damit gemeinsam die hochspezialisierte Behandlung im und für das Land Brandenburg weiter auszubauen, ist das erklärte Ziel der Kliniken Beelitz und damit des Parkinsonzentrums.

 

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